Ski Touren in der Nähe von Zürich

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Die folgenden Skitouren (Schilt, Leistkamm, Mutteristock, Schiberg, Silberen) sind in einer Autofahrt ab Zürich in ca. 45 Minuten zu errreichen. Hier die Touren mit ein paar “Geheimtipps”:

Uebersicht

Mit Ausnahme des Leistkamms können die Touren auch bei eher heiklen Lawinensituationen (Stufe „erheblich“) gewagt werden. Der Mutteristock, der Schilt und die Silberen sind vielbegangene „Klassiker“, die aber such dann noch Spass machen, wenn viele Leute unterwegs sind. Auf dem Schiberg (neben dem Mutteristock im Wäggital gelegen) trift man kaum Leute an. Der Sommer vielbesuchte Leistkamm wird im Winter kaum bestiegen, da die steile Gipfelflanke etwas gewagt aussieht.

Routenkarten findet Ihr hier: http://uligeilinger.smugmug.com/Ski-Touring/Skitouren-Routen-Region/7794977_KDSQKd#!i=504975436&k=fkV2qLn

  •  Schilt (mit Alternativgipfel Siwellen)

Höhe ü.M 2299m, Aufstieg 800m, ca. 2-3 Stunden, Abfahrt ca. 1300m, leichte Tour
Der Schilt ist ein viel begangener Schiberg, den man ohne Schwierigkeiten im Winter (und im Sommer natürlich ohne Skis) besteigen kann. Leider sind die Hänge oft etwas verblasen, so dass ich hier noch selten guten Pulver angetroffen habe. Dafür ist die Aussicht ins Glarnerland und in Richtung Zürichsee sehr schön. Der Skilift Schilt/Fronalpstock ist nur bis ca. Ende Februar im Betrieb. Später ist die Tour ca. 1 Stunde länger.

Beim Aufstieg:
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Man fährt von Mollis Richtung Fronalpstock auf einer kurvigen Strasse zum Mullerenberg bis zu den Parkplätzen des Skilifts (rechts von der Strasse). Vom Mulleren­berg geht es mit einem kurzen Tellerlift und danach mit einem ziemlich langen Skilift unterhalb des Fronalp­stocks hinauf bis auf rund 1600 m.ü.M. Bereits hier hat man eine grossartige Aussicht aufs Glarnerland. Von der Berg-station des Skilifts traversiert man leichts abwärts zur Mittler Staffel (Alp).
Es geht dann über coupiertes Gelände Richtung Schilt (hat immer Spuren), bis man auf einen Grat mit schöner Aussicht auf den Mürtschenstock gelangt. Von hier geht es leicht ansteigend Richtung Süden (unter einem imposanten Felsband) Richtung Schilt.
Route im oberen Teil:
Vom Schilt Gifpel (oder Siwellen) geniesst man eine herrliche Rundumaussicht auf die Glarner Alpen:
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Die Abfahrt erfolgt auf der gleichen Route, wobei man durchaus nach rechts oder links der Aufstiefspur bessere Hänge findet. Im unteren Teil der Abfahrt (von oben gesehen links vom Skilift) lohnt sich die Einkehr im Naturfreundehaus Fronalpstock.

  • “Geheimtipp” Siwellen

Statt die lange Traverse zum Schilt zu machen, lohnt es sich (bei sicheren Lawinenverhältnissen) auf den leicht höheren Siwellen aufzusteigen. Von diesem Grat hat man die gleiche Aussicht wie vom Schilt und die Abfahrt ist (mindestens im ersten Teil) viel rassiger.

  • Leistkamm (im Winter wenig begangener Churfirst)

Höhe ü.M 2101m, Aufstieg 900m, ca. 2-3 Stunden, Abfahrt 900m, im oberen Teil steile Tour

Der Leistkamm ist einer der beliebesten Wanderberge ob Amden. Die Flanke im Gipfelhang ist ziemlich steil (ca. 35%), so dass dieser Berg im Winter nur selten begangen wird. Der obere Teil ist (wie alle Churfirsten) meist stark abgeblasen (oder sogar eisig), so dass Harsteisen ein Muss sind.

Dafür entschädigt der Leistkamm mit einer atemberaubenden Aussicht und einer (teilweise) rassigen Abfahrt. Die Begehung hat einen etwas alpinen Charakter und eignet sich nur für gute, schwindelfreie Skifahrer. (Objektiv gesehen besteht keine Absturzgefahr, aber es ist doch etwas „luftig“.)

Aussicht vom Leistkamm Richtung Chur (im November):
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Die Tour beginnt im Arvenbühl (Parkplätze) ob Amden (ca. 45 Minuten Autofahrt von Zürich). (Am besten ist die Tour an einem Samstag zu machen, da am Sonntag sehr viele Leute in der Gegend zum normalen Skifahren oder Spazieren unterwegs sind.) Es empfiehlt sich, die Gebühr für den Parkplatz zu entrichten, da oft Kontrollen stattfinden.

Es gibt zwei Möglichkeiten für den Aufstieg: 1) „Normalroute“ über die Lochalp (Wanderweg oder Feldweg), oder b) („Geheimtipp“) Route direkt unter der Flanke des Leistkamms (siehe Routenkarte im Anhang). Diese (kaum je begangene) Route darf nur bei sicheren Lawinenverhältnissen gewählt werden. Die Route b) kann durch eine kurze Fahrt mit dem Skilift abgekürzt werden und hat durchaus seinen Reiz (steile Hänge, Lawinenkegel etc.).

Beide Routen führen auf ein Joch (nördlich der Leistkamm Flanke) mit wunderbarer Aussicht auf den Säntis. Von da geht es dann die doch recht steile Flanke hinauf in Richtung Gipfel (siehe Bild unten):
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Die Abfahrt erfolgt auf der gleichen Route. An sonnigen Tagen ist auch die Hütte Lochalp offen (meisten nur im Sommer), wo man noch einen sauren Most oder ein Kafi Schnaps genehmigen kann. Die Abendstimmung bei der Abfahrt, falls man die Tour am nachmittag macht, („Geheimtipp Nr. 2“) ist immer ein Erlebnis.

  • Mutteristock (mit „Geheimtipp“ Abfahrt Nordwest Couloir)

Höhe ü.M 2294m, Aufstieg ca. 1400m, ca. 3-4 Stunden, Abfahrt 1400m, leichte, eher lange Tour (mit Spitzkehren)

Der Mutteristock hinten im Wäggital ist vermutlich der am meisten begangene Skiberg in der Region Zürich. An schönen Wochenendtagen sind hier schon mal bis zu 50 Tourengänger unterwegs. (Viele gehen jedoch auf den Redertengrat, nördlich vom Mutteristock.) Die Tour lohnt sich aber auch solchen schönen Tagen, da es sich um sehr weitläufiges Skitourengebiet handelt und man nie das Gefühl hat, es sei ein „Gewühl“. Die Tour ist recht lange (ca. 1400m Höhendifferenz). Nur ganz oben hat es ein etwas heikles, steiles Stück, wo man vom Grat Richtung Norden zum Mutterstock hoch muss. Dieser Hang ist aber von der Sonne beschienen, so dass hier fast nie Lawinengefahr besteht.

Die Hänge vom Wäggital hinauf zum Mutterstock sind schattig, so dass auch im Frühling (mindestens im oberen Teil) immer noch Schnee liegt. Das Bild unten zeigt den Mutteristock (Felzspitze in der Mitte):
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Die Tour beginnt ganz hinten am Wäggitalersee (Strasse am linken Ufer benutzen). Es geht zu Beginn recht recht steil durch Wälder und Wiesen hinauf (Ski in Abschnitten tragen ist keine Schande). Ueber der Waldgrenze wird die Landschaft dann schnell alpin und man hat das Gefühl, dass man viel höher als 1600-1800m ü.M. unterwegs ist.

Nach der Waldgrenze geht es dann rechts von einer hohen Felswand entlang (links geht es Richtung Redertengrat). Sicherer als diese „Normalroute“ ist es eine Route rechts mit grösserem Abstand zu dieser Felswand, da von den steilen Flanken bei Erwärmung schon manchmal etwas Schnee runter plumpsen kann.

Weiter geht es in coupiertem Gelände zur Torberglücke (Grat), links die steilen Felsbänder des Mutteriberges und rechts weite unbefahrene Hänge. Eine wunderbare Landschaft!

Vom Grat geht es dann ziemlich steil (Schlüssel-stelle) hinauf Richtung Nordost auf den Mutteristock. Oben angekommen, kann man sich auf den tollen Felssporn setzen und die Superaussicht auf Glärnisch und andere Berge geniessen.

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Die Abfahrt erfolgt normalerweise auf der Ausfstiegsroute, wobei im unteren Teil in die Waldlichtungen westlich vom Aufstieg abgefahren wird (hat immer Spuren). Man gelangt dann auf eine Waldstrasse, auf der der man in einem „Riesenslalom“ wieder zum Wäggitaler See gelangt.

  • „Geheimtipp“ Abfahrt im Nordwesten durch steiles Couloir

Die Abfahrt entlang der Aufstiegsroute ist so-so-la-la. Toll ist (bei guten Verhältnissen) die Nordwestabfahrt, in die man kurz nach dem Gipfel rechts einbiegt. Ein recht steiles Couloir (mit noch steileren Seitencouloirs) bieten tolle Steilabfahrten in fast immer gutem Pulver. Das Bild unten sagt alles.

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Man trifft hier nur wenige Skifahrer. Warum weiss ich nicht. Vielleicht ist den Freeridern einfach der Aufstieg vom Wäggital zu lang.

  • Schiberg (Alternative zum Mutteristock)

Höhe ü.M 2044m, Aufstieg ca. 1000m, ca. 3 Stunden, Abfahrt 1000m, leichte Tour (ausser ganz oben, man kann die Gipfelpartie auch auslassen)

Der Schiberg bietet sich als Alternative zum Mutteristock an. Der Berg ist wenig begangen und bietet eine schöne, im obersten und untersten Teil rassige Abfahrten an. Die Ausicht beim Aufsteig ist nicht ganz so abwechslungsreich wie beim Mutteristock. Die Aussicht auf dem etwas tieferen Schiberg ist aber eindrücklich. Die Flanke auf den Gipfel ist ca. 30% bis 35% steil (Nordwesthang) und verlangt einigemassen gute Lawinenverhältnisse. Will man ganz auf den Gipfel, muss man die letzten Meter noch etwas kraxeln (nichts für Personen mit Höhenangst). Die Tour lohnt auch auch, wenn man den Gipfel auslässt. Es hat auch eine schöne, leicht zu erreichende Kuppe etwa 100m unter dem Gipfel.

Der Aufstieg erfolgt bei „Ziggen“, dort wo eine Seilbahn zur „Hohfläschen“ (siehe Touren-karte). Es gibt nur 2-3 Parkplätze, meistens sind dort keine Autos par-kiert. Los geht es durch ein steiles Stück Wald (Skis tragen), dann auf steilen Alpweiden hoch zur Hoh-fläschenhütte (eine private Clubhütte). Man folgt dann dem Waldrand nach rechts, geht aber nicht zur Hoh-fläschenalp sondern „sticht“ gerade in den in den Wald hinauf (Nicht zu weit links in die Lichtungen gehen. Diese führen nicht zum Ziel.). Im lichten Wald geht es „kreuz und quer“ zwischen einem Rücken (links) und Felsbändern (rechts) weiter bis man die Waldgrenze erreicht. Achtung: Im Wald ist die Spuranlage nicht immer klar und das Gelände ist unübersichtlich. Aber wenn man immer Richtung Nordosten hält, kann man nicht falsch gehen.

Blick zurück zum Wäggitalersee, im Hintergrund der Flubrig (ein steiler Winterberg):DSCF4021b

Nun geht es in einer weiten Senke weiter bis man rechts die Gipfelflanke des Schibergs erreicht (Achtung Wächten). Im Zickzack geht es bis zum Skidepot (wobei für „Verwegene“ auch der Weiteraufstieg mit den Skiern möglich ist). Die Kraxelei auf den Gipfel ist, wie bereits erwähnt, nicht Jedermanns Sache. Die Aussicht sowohl vom Skidepot wie auch vom Gipfel ist toll. Wer würde denken, dass dieses Bild von einem 2000m hohen Voralpenhügel in der Nähe von Zürch aufgenommen wurde?

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  • Silberen (Lawinensicherer Klassiker im Glarnerland)

Höhe ü.M 2319m, Aufstieg ca. 1200m, mind- 4 Stunden (bei Direktaufstieg „Geheimtipp“ rund 1 Std. schneller), Abfahrt 1200m, leichte Tour (Normalroute), Direktaufstieg steil mit vielen Spitzkehren

Die Silberen ist kein eigentlicher Gipfel, sondern ein Hochplateau südwestlich vom Klöntalersee gelegen. Die Silberen ist im Sommer eine riesige Alp. Die Schneeverhältnisse sind hier auch noch nach vielen Sonnentagen gut. Die Hänge (auf der Normalroute) sind nicht steil genug für Lawinen. Die Tour ist aber recht lang (viele km). Der Direktaufstieg (siehe Tourenkarte) ist etwas anspruchsvoller (steil) und darf nur bei sicheren Lawinenverhältnissen begangen werden.

Das Gebiet eignet sich auch sehr gut für Schneeschuhtouren. Als Alternative zur Silberen findet man auch in den Hängen ob „Ober Saas“, nordwestlich der Pragelstrasse schöne Pulverhänge. Diese sind in 1-2 Stunden Aufstieg zu machen.

In den Silberen findet man immer noch unverfahrenen Pulveschnee. Die Hänge sind weit verstreut. Das ganze Gebiet ist aber sehr unübersichtlich (Karstgebiet), so dass ein Aufstieg bei Nebel oder schlechter Sicht nicht zu empfehlen ist. Die Panoramasicht vom Hochplateau ist einzigartig (siehe Bild unten)!

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Die Tour beginnt einige km nach dem Klöntalersee in Richisau (einige Häuser, unbewohnt im Winter). Hier hat es gegenüber der Pension einen Parkplatz. Man kann bei guten Strassenverhältnissen auch noch etwas weiter fahren bis die Strasse über den kleinen Fluss geht (Alp „Unter Gampel“).

Man kann entweder der Pragelstrasse folgen oder besser den rechts gele-genen Wanderweg benut-zen. Für den Direktaufstieg (siehe weiter unten „Geheimtipp“) geht es dirket linkgs die steilen Schattenhänge hinauf. Nach ca. 1 Stunde auf der Normalroute gehen dann die Spuren links von der Strasse weg in den Wald hinein. Man folgt coupiertem Gelände bis auf den Gipfel. Es sollte meistens gespurt sein.

Silberen - Beim Austieg

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Es gibt unzählige Varianten rechts und links der Route. Das Gelände ist allerdings unübersichtlich und man landet leicht in einer Senke landet, aus der man wieder hochstapfen muss.

  • „Geheimtipp“ Direktaufstieg von Alp Unter Gampel

Der Aufstieg durch die steilen Hänge ob Alp Unter Gampel (meistens auch eine Spur) ist schattig und ziemlich anspruchsvoll, mindestens für diejenigen, die nicht gerne Spitzkehren machen. Man spart aber duch diese „Abkürzung“ mindestens eine Stunde. Die Hänge sind jedoch steil und sichere Lawinenverhältnisse sind Voraussetzung für die Begehung dieser Route.

Man folgt dem Sommerwanderweg hinauf und quert unter Felsbändern auf einen Buckel mit unerwarteter Aussicht auf den Klöntalersee und den Glärnisch.

Weiter geht es dann östlich vom Biestock auf die Silberen. Auch auf dieser Route die das Gelände unübersichtlich und schönes Wetter ist eindeutig vorzuziehen. Die Orientierung im Nebel ist sicherlich sehr schwierig. Einige Tourenfahrer bevorzugen diese Route auch in der Abfahrt. Die Schneeverhältnisse sind hier nicht immer gut (oft verfahren und einige Lawinenkegel), so dass ich die Abfahrt über die Normalroute vorziehe, zumal man ja auch noch ein paar Sonnenstrahlen sehen will.

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