“Pleasure Tours” in Davos (und Lenzerheide)

[German only.]
Zum Jahresbeginn 2012 hat mich die Arbeit wieder eingeholt, so dass ich weniger auf Skitouren war als geplant. Immerhin konnte ich mit dem Urner Bergführer Walter Fetscher und Mauri Ceotto die „Gewaltstour“ Bristen endlich einmal machen. Mit einem Aufstieg von 2300 Höhenmeter (von rund 700 Meter über Meer auf über 3000 m.ü.M) war ich oben so ziemlich am Limit. Die Tour werde ich nicht so schell vergessen!

Fun
Gemütlicher ging es dann auf einigen Genusstouren in Davos und in Lenzerheide zugang. Diese Touren, die ich hier kurz vorstelle, können auch von Skitourengängern mit wenig Erfahrung gemacht werden. Ich habe jeweils eine Karte mit der Route zum Runterladen bereitgestellt (rot = Aufstieg, grün = Abfahrt, gestrichelt = Varianten).

Pleasure Tours Bilder und Karte:
http://uligeilinger.smugmug.com/photos/swfpopup.mg?AlbumID=21286866&AlbumKey=6gRgrz

  • Gaudergrat (Weissfluh, Region Davos): Diese kleine Tour (ca. 20 Minuten Aufstieg) kann auch ohne Felle gemacht werden, da die Freerider fast immer einen Weg gestapft haben. Der Einstieg erfolgt unten an der Pisten-Nordabfahrt vom Weissfluhgipfel. Nach kurzer Abfahrt durch den Pulver, folgt ein gemütlicher Aufstieg auf den Gaudergrat (ca. 20 Minuten). Obwohl man praktisch im Skigebiet bleibt, ist es dort oben erstaunlich ruhig und die Aussicht auf die Fideriser Heuberge ist toll. Die Abfahrt danach ist ebenso leicht wie der Aufstieg. Man muss allerdings weiter unten dann die Piste zur Schiefer Talstation erwischen. (Vor allem an schönen Sonntagen muss man dort unten mit längeren Schlangen rechnen.) Fazit: Kurze, einfache Tour praktisch im Skigebiet von Parsenn. Etwas mehr Pepp hat die Abfahrt über die Diretissima (ziemlich steil, gute Lawinenverhätnisse notwendig).
  • Rossboden Rundtour (Jakobshorn-Sertig, Region Davos): Den Rossboden erreicht man leicht vom Jakobshorn Gipfel (Einfachfahrt lösen). Meistens hat es eine Spur durch die ziemlichen steilen Flanken. Da diese süd-exponiert sind, sind sie wenig lawinengefährdet. Am besten wartet man nach Schneefall 2-3 Tage bis jemand eine Spur gelegt hat. Aufstieg ca. 30 Minuten. Vom Rossboden geht es dann durch wunderschöne Pulverhänge ins romantische Rüedischtäli. Man findet hier garantiert noch unbefahrenen Pulverschnee. Nun wandert man angenehm durch das einsame Tal auf die Tälifurgga (ob Sertig) und dann noch etwas weiter auf den kleinen Spitz nördlich von der Furgga. Wer jetzt schon genug hat, kann direkt nach Sertig Dörfli abfahren. Lohnender ist der nochmalige Aufstieg auf den Rossboden (nach einer leichten Pulverabfahrt). Die rassige Schlussabfahrt vom Rossboden direkt ins Dischma Tal ist ein gut gehüteter Freeride Geheimtipp in der Region Davos. Die Abfahrt ist recht steil (>30 Grad), sichere Lawinenverhältnisse sind ein Muss. Fazit: Tolle Rundtour mit grossartigen Abfahrten.
  • Pischagrat (Pischa, Davos): Der Aufstieg erfolgt von der Pischa Bergstation (Einfachfahrt lösen) auf der immer gespurten Route zum Pischahorn. Bevor man im Zick Zack die Flanke zum Pischahorn aufsteigt, geht es rechts weg auf einen flachen Sattel. Die Aussicht hier ist fantastisch und die Abfahrt ins weite Mattjischtäli ebenso. Sehr flach geht es nur das Tal auswärts, bevor man wieder steiler zur Flüelapass Strasse runterkurvt. Fazit: Eine super Genuss- und Aussichts-Tour. Variante: Man steigt vom Mattjischtäli wieder auf Richtung Nordwesten und fährt von dem Sattel ins Skigebiet Pischa (ziemlich steil, gute Lawinenverhältnisse Voraussetzung).
  • Crap La Pala (Lenzerheide): In der Lenzerheide gibt es (im Gegensatz zu Davos) nur sehr wenige Skitouren in der unmittelbaren Umgebung. Letztes Wochenende habe ich eine einfache, sehr sichere und landschaftlich einmalige Tour gefunden, die auch bei heiklen Lawinen-Verhältnissen zu machen ist. Und das Erstaunliche daran: Die Tour ist in keinem Tourenführer eingezeichnet. Man steigt von Sporz (bekannt vom bekannten Hotel Dorf Guarda Val) durch lichte Wälder auf und erreicht nach 1-2 Stunden den 2100 Meter hohen Crap La Pala. Man ist hier zwar nur wenige Meter vom Scalottas Skigebiet entfernt; trotzdem waren wir (Karin & Beat Messerer, Trix und ich) am letzten Sonntag ganz alleine dort oben. Die Panorama Sicht ist einmalig. Die Abfahrt führt mehr oder weniger der Aufstiegsspur entlang wieder nach Sporz. Am besten etwas links (nördlich) halten!
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