Ski Touring Around Gemsstock (Central Switzerland)

[German text below.]
While most Swiss have enjoyed the early spring here in Switzerland, dedicated mountaineers worried that the warm and sunny weather during the last weeks will melt all the snow away. Nothing to worry, there is still plenty of snow at 1600  meters and higher and the ski touring season this year will last until June for sure.

View from Gemsstock
I have attached a few pictures of the Gemsstock region (Andermatt ski area), a premier freeriding and ski-touring area in the Gotthard region, right in the center of Switzerland. The Andermatt ski area is only a 1.5 hour drive away from Zurich downtown and it is possible to do a nice tour/ride in the morning and be back in the office at 2 pm. I have included some touring tips for the Gemsstock region in German below.

Pictures of Gemsstock region: http://uligeilinger.smugmug.com/Ski-Touring/Gemsstock-2012/22259038_mJFjrK

Andermatt, a sleepy alpine village, was in the news quite frequently because an Egyptian entrepreneur, Mr. Sawiris, tries to convert Andermatt into a major ski resort. Major investments were made in new apartment houses (most apartments so far still remain to be sold). Also, Mr. Sawiris has made offers to buy the Gemsstock ski area and the adjacent Sedrun ski area with the goal of connecting the two.

Andermatt is also a major center for the Swiss mountain troops, so if you are “lucky” you can enjoy the company of armed ski tourers (see below).Swiss Military Ski Touring

Im Unterland was es ja recht warm in den letzten 2-3 Wochen und eingefleischte Ski Tourengänger haben schon befürchtet, dass der viele Schnee nun doch früh wegschmilzt. Dem ist aber nicht so. Es hat noch mehr als genug Schnee, vor allem in höheren Lagen, so dass dieses Jahr die Skitouren Saison sicher bis in den Juni hinein reichen wird.

Nachdem ich im letzten Skitourenbericht einige Genusstouren in Davos beschrieben habe, machen wir nun einen Abstecher in die Innerschweiz. Hier gibt es unzählige dankbare Gipfel mit allen Schwierigkeitsgraden. Andermatt ist ja dank der neuen Westumfahrung in nur 1.5 Autostunden zu erreichen, so dass – bei einem Vormittagsausflug auf den Gemsstock – man noch rechtzeitig für den Nachmittag ins Büro kommt.

Blick vom Gemsstock auf den Pizzo Centrale:
Pizzo Centrale

Im Gemsstockgebiet habe ich vor rund 12 Jahren meine erste richtige Skitour mit Dominik Meyer auf den Piz Borel gemacht. Letztes Jahr war ich dann wieder dort „auf eigene Faust“ und auch diese Saison noch zwei mal. Ein Supergebiet, vor allem auch fürs Freeriden, d.h. kurze Aufstiege und lange Abfahrten. Das Tolle an diesem Gebiet ist, dass man mit der Seilbahn auf den Gemsststock fährt und die Touren auf fast 3000 Meter mit einer atemberaubenden Aussicht beginnen kann.

Ich war bis jetzt im diesem Gebiet immer nur bei gutem Wetter unterwegs. Das Gebiet ist sehr weitläufig und bei schlechtem Wetter nicht zu empfehlen.

Hier ein paar Touren Tipps (auf Kartenbild klicken zur Vergrösserung):

Map Gemsstock
Die erste Bahn von Andermatt fährt um 08.30. Man sollte ca. um 08.00 dort sein. Die Bahn fährt bei grossem Andrang (Wochenende) auch schon vorher. Kosten 1x rauf: CH 30.- Parkplatz ca. CHF 5.-.

Der Gemststock ist auf der Nord/Süd Wetterscheide, also Wetterbericht Tessin auch checken. Manchmal erwischt das Gebiet auch etwas Schnee, wenn es im Norden nicht geschneit hat.

Vom der Bergstation kann man nach einer kurzen Steilabfahrt grundsätzlich nach Osten (Vermigel Hütte) oder Westen (Gotthard Pass) weiterfahren. Der Osten ist aus meiner Sicht viel lohnender und variantenreicher. Die Westabfahrt ist fast immer stark verfahren und v.a. im Frühjahr am Vormittag noch gefroren („Piste“ dann katastrophal). Falls man auf den Pizzo Centrale will muss man allerdings zuerst nach Osten abfahren.

  • Touren im Osten:

TOUR 1: Für Einsteiger lohnt sich der kurze 20-minütige Aufstieg auf das Rothorn (wiederum prächtige Aussicht). Man muss die Felle nicht unbedingt anschnallen, sondern kann via die Lücke den meistens gut gestampften Trampelpfad benutzen. Freerider fahren dann nach Osten ab Richtung Vermigelhütte und steigen z.B. noch 1 Stunde oder so auf den Firn nördlich des Pizzo Centrale hoch bis zu dem markanten Felszacken mit Scharte darunter.
DSCF2111
Von der Scharte kann man in einem sehr steilen (über 45%) Couloir Richtung Südosten abfahren. Weniger „abenteuerlich“ ist die Abfahrt auf dem Firn Richtung Nordosten. Am besten etwas rechts/östlich halten.

Achtung: Die Abfahrt vom Rothorn Richtung Osten ist steil. Bei unsicheren Lawinenverhältnissen besser direkt vom Gemststock Richtung Vermigelhütte abfahren.

Von der Vermigelhütte fährt man dann das lange Unteralptal nach Andermatt (auf der rechten Talseite). Bei starker Sonneneinstrahlung gehen hier mächtige Lawinen runter!! Es lohnt sich auch die Skis gut zu wachsen, da das Gefälle gering ist in dem Tal.

Von der Vermigelhütte kann man nun Richtung Südosten auf den Piz Borel (TOUR 2) oder den Piz Alv (TOUR 3). Beide Gipfel bieten eine gute Aussicht und schöne (pulvrige) Nordhänge. Am Piz Borel muss man am Schluss etwas kraxeln.

Im Gegensatz zum vielbegangenen Pizzo Centrale werden die beiden Berge viel seltener bestiegen und bieten tolle Abfahrtsmöglichkeiten.  Hier mein Bericht der Tour auf den Piz Alv.

Für den Pizzo Centrale (TOUR 4) fährt man zuerst Richtung Westen ab (meist verfahren) und steigt dann Richtung Osten in eine steile Lücke südlich des Gipfel auf. Den Gipfel erreicht man in leichter Blockkletterei. Die Weiterfahrt erfolgt dann v.a. im Frühjahr oder bei sehr sicheren Verhältnissen der Südflanke entlang. Beim Sattel Punkt 2785 quert man in die flachen Nordost Hänge Richtung Vermigelhütte.

TOUR 5: Viel begangen wird die Lücke zwischen Rotstock und Pizzo Centrale (in beiden Richtungen), da dieser Uebergang sehr einfach ist. Die Abfahrt nach Westen Richtung Gotthard Pass ist – wie bereits erwähnt – meist verfahren und nur bei neuem Pulver zu empfehlen. Die Abfahrt nach Osten ist eher flach und damit auch nicht besonders interessant. TOUR 1 bietet aus meiner Sicht mehr mit gleich langem Aufstieg.

Es gibt im Gebiet sicher noch viele weitere Routen (und v.a. auch steile Couloirs), die ich nicht kenne.

Mit diesem kurzen Bericht wünsche ich Euch allen frohe Ostern (der Wetterbericht ist leider nicht besonders gut). Ich melde mich wieder zu Beginn der nächsten Skitouren Saison (oder wenn es wider Erwarten noch ein alpinistisches Highlight im Schnee gibt bevor der Sommer hier ist).

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